

Gesichert, oder nur so gefühlt? Warum Du Dein Handy-Backup prüfen solltest
Christian Szonn · Geschäftsführer Qberos GmbH
Woche 2 · Beitrag 2 von 3 der Reihe 24 Wochen IT-Sicherheit für den Alltag — Thema: Mobilgeräte
Gedacht, gesichert zu sein
Ich kenne kaum jemanden, der seine Fotos bewusst verloren hat. Aber ich kenne einige, die dachten, sie seien gesichert — und es dann nicht waren.
Ein Sicherungsdienst, eingerichtet vor drei Jahren beim Einrichten des neuen Mobiltelefons. Automatische Sicherung klingt gut. Aber läuft sie noch? Ist der Speicher voll? Wurde das Passwort geändert und die Sicherung seitdem still eingestellt?
Automatisch ist nicht zuverlässig
Das Tückische an automatischen Prozessen: Sie fühlen sich an wie Sicherheit, auch wenn sie längst nicht mehr laufen. Das gilt für Fotos genauso wie für Kontakte, Dokumente und App-Daten.
Automatisch eingerichtet ist nicht dasselbe wie zuverlässig aktiv.
Das ist kein Vorwurf an die Anbieter, sondern eine Eigenschaft des Systems. Wer es nicht prüft, weiß es nicht.
Deine Aufgabe: ein Datum
Öffne die Backup-Einstellungen auf Deinem Mobiltelefon — unabhängig von Hersteller oder Betriebssystem. Wann hat die letzte Sicherung stattgefunden?
Ein Datum. Mehr brauchst Du heute nicht.
Eine Sicherung, die niemand prüft, ist eine Annahme
Eine Sicherung, die niemand prüft, ist keine Sicherung. Sie ist eine Annahme. Und Annahmen haben einen Preis — meistens dann, wenn man ihn am wenigsten erwartet. Trifft es Dich doch, zählt jede Minute: was im Ernstfall zu tun ist hilft Dir, den Kopf klar zu halten.
Wer nie bewusst entschieden hat, wer sich kümmert, wie oft und wer prüft, ob es funktioniert, hat trotzdem entschieden: nämlich dafür, es dem Zufall zu überlassen.
Als Nächstes: Was passiert, wenn das Mobiltelefon weg ist — und welche drei Funktionen dann den Unterschied machen.
Herzliche Grüße
Euer Lotse, Christian Szonn

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