

Bevor es passiert: App-Berechtigungen und Drittanbieter-Sperre prüfen
Christian Szonn · Geschäftsführer Qberos GmbH
Woche 2 · Beitrag 1 von 3 der Reihe 24 Wochen IT-Sicherheit für den Alltag — Thema: Mobilgeräte
„Erlauben“, weil der Dialog im Weg steht
Jede App fragt beim ersten Start nach Berechtigungen: Kamera, Mikrofon, Standort, Kontakte, Fotos. Die meisten tippen auf „Erlauben“ — weil sie die App nutzen wollen und der Dialog im Weg steht. Selten fragt jemand: Braucht diese App das wirklich?
Eine Navigations-App braucht den Standort. Eine Taschenlampen-App nicht. Eine Notiz-App braucht keinen Zugriff auf die Kontakte. Ein Spiel braucht weder Mikrofon noch Kamera.
Aber die Berechtigungen wurden erteilt. Weil es bequem war. Weil der Moment des Nachfragens unbequem ist.
Standardeinstellungen dienen selten Dir
Das ist kein Einzelfall, das ist das Standardverhalten. Und Default-Einstellungen sind selten im Interesse des Nutzers. Sie sind im Interesse des Anbieters.
Dasselbe Prinzip gilt beim Mobilfunkvertrag: Über Deine Rufnummer können Drittanbieter Abos und Dienste abrechnen, ohne dass Du etwas bestätigst. Das steht dann einfach auf der nächsten Rechnung. Schutz bietet die Drittanbieter-Sperre, die Du bei Deinem Mobilfunkanbieter einrichten lassen kannst.
Die Gegenstrategie ist einfach
- Nur zulassen, was wirklich notwendig ist.
- Den Rest prüfen.
- Bei Unklarheit: abschalten.
- Die Drittanbieter-Sperre einrichten.
Das dauert einmal und verhindert vieles. Ein wenig Vorsorge kostet einen ruhigen Moment. Keine Vorsorge kann deutlich teurer werden — in Zeit, in Geld, in Nerven.
Eine Frage zum Mitnehmen
Welche App auf Deinem Mobiltelefon hat Zugriff auf etwas, das sie eigentlich nicht braucht?
Nächster Beitrag: Gesichert, oder nur so gefühlt? — eine Sicherung, die niemand prüft: was das bedeutet und warum automatisch nicht dasselbe ist wie zuverlässig.
Herzliche Grüße
Euer Lotse, Christian Szonn

Auch auf LinkedIn erschienen —zum Beitrag
Fragen zur IT-Sicherheit
in Deinem Unternehmen?
Sprich uns an. Das erste Gespräch kostet nichts.
